Ab wann sollte man einen Kinderarzt suchen? Diese Frage stellen sich viele werdende Eltern – oft schon in der Schwangerschaft. Denn auch wenn der Geburtstermin noch einige Wochen entfernt ist, raten Experten dazu, sich frühzeitig mit dem Thema Kinderarzt auseinanderzusetzen. Gerade rund um die Geburt und in den ersten Lebenstagen eines Neugeborenen sind Kinderärzte wichtige Ansprechpartner – etwa bei den ersten U-Untersuchungen oder bei medizinischen Fragen in den ersten Tagen zu Hause.
Doch wann ist der richtige Zeitpunkt, einen Kinderarzt zu suchen – und worauf sollte man achten, wenn man schwanger ist? In diesem Artikel geben wir eine praxisnahe Orientierung für Schwangere und junge Eltern, die sich rechtzeitig auf die Versorgung ihres Babys vorbereiten möchten. Wir zeigen, ab wann man einen Kinderarzt suchen sollte, wie die Anmeldung funktioniert und woran man eine gute Kinderarztpraxis erkennt.
Warum ist es sinnvoll, frühzeitig einen Kinderarzt zu suchen?
Viele Eltern denken erst nach der Geburt darüber nach, welchen Kinderarzt sie wählen möchten. Doch: Schon kurz nach der Entbindung – teilweise sogar direkt im Krankenhaus – kann ein Kinderarzt gefragt sein. Zum Beispiel bei der U2, die zwischen dem dritten und zehnten Lebenstag erfolgen sollte. Wer dann noch keinen Kinderarzt gefunden hat, gerät leicht unter Zeitdruck.
Gerade in städtischen Regionen oder Gebieten mit Kinderarztmangel sind viele Praxen stark ausgelastet. Wer sich zu spät kümmert, riskiert lange Wartezeiten oder sogar Absagen bei der Neuanmeldung. Eine frühzeitige Suche hilft, diesen Stress zu vermeiden – und sorgt dafür, dass dein Baby gleich vom ersten Tag an gut betreut ist.
Ein weiterer Vorteil: Du hast genügend Zeit, verschiedene Praxen zu vergleichen, ein Gefühl für den Umgang der Ärzt:innen mit Eltern und Kindern zu bekommen – und bei Bedarf Fragen vorab zu stellen. Eine gute Beziehung zum Kinderarzt basiert auf Vertrauen – und das lässt sich nicht in Eile aufbauen.
Ab wann sollte man mit der Suche beginnen?
Die klare Empfehlung vieler Hebammen und Kinderärzte: Spätestens im letzten Trimester – also ab der 28. Schwangerschaftswoche – sollte man aktiv mit der Suche beginnen.
Warum so früh? In vielen Regionen – insbesondere in Großstädten oder ländlichen Gebieten mit wenig Fachärzten – sind die Kapazitäten begrenzt. Einige Kinderarztpraxen führen Wartelisten oder nehmen nur eine begrenzte Zahl an Neugeborenen pro Monat auf. Wer erst nach der Geburt anruft, hört dann womöglich: „Wir sind leider voll.“
Daher gilt: Je früher du dich kümmerst, desto größer ist die Auswahl – und desto entspannter kannst du vergleichen.
Einige Praxen ermöglichen sogar eine Voranmeldung noch vor der Geburt. In diesem Fall hinterlässt man bereits die eigenen Daten und meldet sich nach der Entbindung mit dem genauen Geburtsdatum zurück, um den ersten Termin – zum Beispiel für die U2 oder U3 – zu vereinbaren.
Kurz gesagt: Warte nicht bis zur Geburt – sondern beginne spätestens im dritten Trimester mit der Suche nach einem passenden Kinderarzt. So stellst du sicher, dass dein Kind von Anfang an gut betreut ist.
Wie finde ich den passenden Kinderarzt?
Wenn du dich fragst, wann du als Schwangere einen Kinderarzt suchen solltest, lautet die nächste logische Frage: Wie finde ich überhaupt einen guten? Denn gerade beim ersten Kind ist die Unsicherheit groß – zumal das Angebot je nach Wohnort sehr unterschiedlich sein kann.
Hier ist eine kurze Checkliste, wie du einen passenden Kinderarzt findest – und worauf du dabei achten solltest:
Empfehlungen nutzen
Vertraue auf dein Netzwerk! Hebammen, Gynäkolog:innen oder das Geburtshaus geben oft gute Hinweise, welche Kinderärzte sich für Neugeborene besonders eignen. Auch andere Eltern aus deinem Umfeld sind eine wertvolle Quelle – sie können aus erster Hand berichten, wie zufrieden sie mit der Betreuung sind.
Online-Recherche
Nutze Bewertungsportale wie Jameda, Sanego oder Doctolib, um dir einen ersten Eindruck zu verschaffen. Achte dabei nicht nur auf die Sterne-Bewertung, sondern lies auch die Kommentare: Wie wird der Umgang mit Eltern beschrieben? Wie ist die Organisation der Praxis?
Kontakt zur Praxis aufnehmen
Ein persönlicher Anruf sagt oft mehr als jede Bewertung. So findest du heraus, ob die Praxis aktuell Neugeborene aufnimmt, wie freundlich der Empfang ist und ob ein unverbindliches Kennenlernen möglich ist.
Nähe & Erreichbarkeit prüfen
Im Idealfall liegt die Praxis in Wohnortnähe, ist mit dem Kinderwagen gut erreichbar und bietet kurze Wege – besonders wichtig in den ersten Wochen nach der Geburt oder im Krankheitsfall.
Muss ich mich beim Kinderarzt anmelden?
Viele werdende Eltern fragen sich: Muss ich mein Kind schon während der Schwangerschaft beim Kinderarzt anmelden? Oder reicht es nach der Geburt? Die Antwort hängt stark von der jeweiligen Praxis ab – dennoch gilt: Frühzeitig Kontakt aufnehmen ist immer von Vorteil.
Anmeldung vor der Geburt: In vielen Praxen möglich
Viele Kinderarztpraxen bieten die Möglichkeit, sich bereits während der Schwangerschaft vormerken zu lassen. Du gibst dabei grundlegende Daten wie deinen Namen, den voraussichtlichen Geburtstermin (ET) und deine Kontaktdaten an. Eine feste Terminvereinbarung erfolgt in der Regel erst nach der Geburt.
Nach der Geburt: Rückmeldung erforderlich
Sobald dein Baby geboren ist, solltest du die Praxis schnellstmöglich informieren. Dann wird in der Regel der Termin für die U2- oder U3-Untersuchung vereinbart. Die U2 sollte zwischen dem 3. und 10. Lebenstag stattfinden – und muss außerhalb der Klinik oft vom Kinderarzt durchgeführt werden.
Engpässe vermeiden durch frühzeitige Vormerkung
Gerade in beliebten oder stark ausgelasteten Praxen ist die Anmeldung vor der Geburt sinnvoll, um sich rechtzeitig einen Platz zu sichern. Manche Kinderärzte nehmen nur eine bestimmte Anzahl an Neugeborenen pro Monat auf – wer früh dran ist, hat hier klare Vorteile.
Auch wenn eine offizielle Anmeldung beim Kinderarzt nicht in jeder Region Pflicht ist, ist es ratsam, schon in der Schwangerschaft mit der Wunschpraxis Kontakt aufzunehmen. So bist du auf der sicheren Seite – und dein Baby wird von Anfang an gut betreut.
Fazit: Lieber frühzeitig einen Kinderarzt suchen – für einen entspannten Start ins Familienleben

Die Frage „Ab wann sollte man einen Kinderarzt suchen?“ beschäftigt viele Schwangere – und das völlig zu Recht. Denn die ersten Arzttermine für dein Baby stehen schon kurz nach der Geburt an, und viele Praxen sind frühzeitig ausgelastet. Wer sich also rechtzeitig – idealerweise im dritten Trimester – auf die Suche macht, erspart sich unnötigen Stress in einer ohnehin sensiblen Lebensphase.
Ob persönliche Empfehlungen, Online-Recherche oder ein erstes Telefongespräch mit der Praxis: Es lohnt sich, die Wahl des Kinderarztes bewusst zu treffen. Ein guter Kinderarzt begleitet euch nicht nur medizinisch, sondern ist ein verlässlicher Partner im Familienalltag.
FAQ – Häufige Fragen rund um die Kinderarztsuche
❓ Kann ich den Kinderarzt nach der Geburt noch wechseln?
Ja, ein Wechsel des Kinderarztes oder Jugendärzte ist grundsätzlich jederzeit möglich. Falls du dich mit der gewählten Praxis nicht wohlfühlst oder organisatorische Probleme auftreten, kannst du dir eine neue Kinderärztin oder einen neuen Kinderarzt suchen. Allerdings ist ein häufiger Wechsel nicht ideal, da eine kontinuierliche Betreuung langfristig vorteilhaft für dein Kind ist.
❓ Was passiert, wenn ich nach der Geburt keinen Kinderarzt habe?
In diesem Fall solltest du dich so schnell wie möglich um einen Termin bemühen – vor allem für die U2 oder U3, die innerhalb der ersten Lebenswochen stattfinden muss. Viele Kliniken bieten die U2 direkt im Krankenhaus an. Ist das nicht der Fall, solltest du versuchen, kurzfristig einen Termin in einer nahegelegenen Praxis zu bekommen – auch bei Kinderärzten mit offener Sprechstunde oder Bereitschaftsdienst.
❓ Was, wenn der Kinderarzt keine neuen Patienten mehr aufnimmt?
Das kann leider vorkommen – vor allem in Großstädten oder kinderreichen Wohngegenden. Unser Tipp:
- Frühzeitig anfragen (während der Schwangerschaft)
- Mehrere Praxen kontaktieren
- Sich auf Wartelisten setzen lassen
- Im Notfall die kassenärztliche Vereinigung oder deine Krankenkasse kontaktieren, um freie Kinderärzte in der Region zu finden
❓ Muss ich mich beim Kinderarzt während der Schwangerschaft wirklich anmelden?
Nicht zwingend – aber es ist dringend zu empfehlen. Eine Vormerkung bei der Wunschpraxis sorgt dafür, dass du nach der Geburt schneller einen Termin bekommst. Einige Praxen nehmen ohne vorherige Anmeldung gar keine Neugeborenen an. Eine kurze Vormerkung mit ET reicht oft schon aus, um auf der sicheren Seite zu sein.
❓ Kann ich mehrere Kinderarztpraxen gleichzeitig anfragen?
Ja – das ist sogar sinnvoll, besonders wenn du noch unentschlossen bist oder in einer Region mit hoher Auslastung wohnst. Wichtig ist nur, dass du nach der Geburt deine Entscheidung triffst und dich verbindlich bei einer Praxis zurückmeldest. So vermeidest du unnötige Reservierungen und erleichterst auch anderen Familien die Planung.
